Mittwoch, 11. Juli 07

Liveblog Online-Journalismus Tag

Heute ist es also soweit: der zweite Online-Journalismus Tag am Campus Dieburg startet um 11 Uhr. Für diejenigen, die es nicht nach Dieburg geschafft haben, werden wir heute den ganzen Tag live von der Veranstaltung an dieser Stelle berichten. Die ersten Gäste trudeln langsam ein, in wenigen Minuten geht’s los. Und ganz wichtig: Es ist genug Kaffee für alle da!
11.10 Uhr: Kleine Verspätung, aber jetzt geht’s endlich los. Professor Lorenz Lorenz-Meyer, Leiter des Studiengangs Online-Journalismus, begrüßt die Gäste und eröffnet offiziell den zweiten Online-Journalismus Tag am Campus Dieburg. Und auch der Vize-Präsident der Hochschule Darmstadt Gerhard Knorz lässt es sich nicht nehmen, ein paar warme Worte an die Gäste zu richten.
11.14 Uhr: Für alle, denen das Mitlesen alleine nicht reicht, gibt es bei Flickr eine Fotogalerie mit den besten Schnappschüssen des OJ-Tages.
11.21 Uhr: Dr. Christine Feil vom Deutschen Jugendinstitut München beginnt mit ihrem Vortrag zum Thema “Kinder, eine schwierige Zielgruppe für den Onlinejournalismus?”
11.25 Uhr: Ihre zentrale Frage: Muss Journalismus für Kinder auch deren Eltern und Erziehern gefallen?
11.30 Uhr: Ein paar Fakten: In immerhin 89 Prozent der Haushalte ist ein Computer vorhanden. Davon haben rund 81 Prozent der Kinder Zugang zum Internet. 14 Prozent gehen täglich ins Netz, rund 42 Prozent wöchentlich.
11.32 Uhr: Der Computer ist trotz aller Initiativen (”Schulen ans Netz”) noch nicht an den deutschen Schulen angekommen. Viele Lehrer stehen technischen Neuerungen skeptisch gegenüber. Aber: Vor allem in den neuen Bundesländern ist zumindest die technische Ausstattung vorhanden.
11.40 Uhr: Kinder stehen dem Internet sehr aufgeschlossen gegenüber, aber nur ein Drittel der Jugendlichen nimmt sich ausreichend Zeit, um sich eingehender mit den angesurften Websites zu beschäftigen, wie das Beispiel toggo.de zeigt. Die Seite wird von Kindern zwar relativ lange besucht, in 20 Minuten Onlinezeit schauen sie sich allerdings nur ca. 30 Seiten an.
11.48 Uhr: Welche Interessen verfolgen Kinder im Netz? Kinder im Vor- und Grundschulalter in erster Linie das Spielen. Während in diesem Alter Jungen sowie Mädchen noch die gleichen Interessen haben, unterscheiden sich diese ab dem achten Lebensjahr.
11.54 Uhr: “Wenn man eine Website für Kinder macht, muss man auch schauen, dass Kinder die Website gut finden!”
11.56 Uhr: Überladene Websites mit Pop-Ups und komplizierter Navigation erschweren Kindern den Zugang zu den Inhalten. Ergo: “Das Internet war früher schöner für Kinder.”
12.04 Uhr: “Die beste Verknüpfung ist die von On- und Offline-Medien. Beispiel: geolino.de
12:06 Uhr: Trotz allem: Seit 1988, als es eine Riesendiskussion um die Kinder-Nachrichtensendung “Logo” gab, hat sich bereits einiges im Journalismus für Kinder getan!
12.09 Uhr: Der Moderator der anschließenden Podiumsdiskussion, Professor Klaus Meier, freut sich über “provokante Thesen”, die gleich ausdiskutiert werden sollen. Zunächst beantwortet Christine Feil aber noch Fragen aus dem Publikum.
12.15 Uhr: Feil kritisiert die sogenannte “Nabelschau”, auch der seriösen Presse, bei der z.B. Details aus dem Privatleben eines Politikers wichtiger sind, als seine eigentlichen politischen Vorstellungen. Bereits bei den Kinder-Medien gibt es eine Tendenz zu diesen “weichen” Informationen.
12.16 Uhr: Der Online-Journalismus Tag 2007 hat gut begonnen. Jetzt ist aber erstmal eine 15-minütige Kaffeepause angesagt.
12:33 Uhr: Und weiter geht’s. Auf der Bühne haben Sabine Berthold (hanisauland.de), Christoph Dernbach (dpa JuniorLine), Sabine Stampfel (SWR-Kindernetz) und Stefan Müller (blindekuh.de) Platz genommen. Moderiert wird die Podiumsdiskussion von Prof. Dr. Klaus Meier, Dozent an der Hochschule Darmstadt, der erstmal die Teilnehmer einzeln vorstellt.
12.44 Uhr: Sabine Berthold stellt hanisauland.de vor. Es sei nicht ganz so einfach, Nachrichten kindgerecht aufzubereiten. Kernbestandteil der Seite sind die Comics und das Lexikon. “Wir wollen politische Basiselemente vermitteln,” sagt Berthold. Kinder sollen für Politik Interesse zeigen. Am Anfang dümpelte die Seite mit relativ niedrigen Besucherzahlen vor sich hin, mittlerweile besuchen aber mehr als 270.000 Leute im Monat die Page.
12.47 Uhr: Sabine Stampfel vom SWR hat das Wort. Auch sie stellt zunächst das eigene Angebot vor und weist insbesondere auf das Projekt “Kinder-Reiseführer” hin, bei dem Kinder ihre Stadt in Eigenregie im Netz vorstellen können.
12.56 Uhr: Stefan Müller von blindekuh.de erzählt über die Entstehung seiner speziell für Kinder entwickelten Suchmaschine. Vorbild dafür war der Yahoo-Ableger “Yahooligans”.
13.02 Uhr: Der “Blinde Kuh”-Mitgründer geht auf die Funktionen der Suchmaschine ein. Problematisch sind teilweise die Suchanfragen der Kids. Beispielhaft nennt er Fälle, in denen Kinder Mathe-Aufgaben von der Suchmaschine berechnen lassen wollten. Zudem müssen einige Suchbegriffe, wie z.B. “Counter Strike” aus Altersgründen “zensiert” werden, was nicht bei allen Kindern gut ankommt…
13.12 Uhr: Die dpa hat mittlerweile einen eigenen Nachrichtendienst für Kinder. Abnehmer sind hauptsächlich Seiten von Tageszeitungen, die der dpa auch den Anstoß für die dpa JuniorLine gaben. Christoph Dernbach stellt das Angebot vor.
13.17 Uhr: Lediglich drei Tageszeitungen stellen in Deutschland täglich eine Seite ihrer Zeitung für Kinder-Themen zur Vefügung. Daher überwiegt in den Print-Medien häufig noch das Anteasern von Themenschwerpunkten, die dann im Netz wieder aufgegriffen und weiter vertieft werden. Die dpa versucht durch animierte Infografiken auch schwierige Sachverhalte, wie z.B. die Funktionsweise einer Biogasanlage, kindgerecht zu erklären.
13.24 Uhr: Zum Schluss der Diskussionsrunde wieder Fragen aus dem Publikum. Sabine Berthold und Sabine Stampfel gehen auf die Problematik ein, dass es schwer ist, tagesaktuelle Nachrichten für Kinder anzubieten. Oftmals müssen außer dem Thema auch einzelne Begriffe erklärt werden, was den Redaktions-Aufwand ungleich erhöht.
13.29 Uhr: Frage aus dem Publikum: Was sind die häufigsten Suchbegriffe bei blindekuh.de? Antwort: Die Palette der Suchbegriffe ist breit, am häufigsten wird nach Tiernamen wie “Ameise” oder “Hirsch”, Begriffen wie “Feuer” oder “Streichholz”, Informationen aus der Region und Suchbegriffen zu aktuellen Themen gesucht.
13.33 Uhr: Frage an Christoph Dernbach: Was ist das richtige Alter um Kinder an die Zeitung heranzuführen? Antwort: Ab dem Erwerb der Lesefähigkeit, also ca. in der zweiten Klasse.
13.38 Uhr: Wo sehen Sie Ihr Angebot in fünf Jahren? Sabine Berthold wünscht sich eine stärkere Internationalisierung der Kinder-Nachrichten, vor allem europäische Politik kommt ihrer Meinung nach noch zu kurz. Christoph Dernbach geht von einer sinkenden Vielfalt innerhalb der deutschen Medienlandschaft aus, die die Verbreitung von Nachrichten für Kinder eher erschwert. Christine Feil wünscht sich eine Filtersoftware für das Netz, die Kinder vor negativen Inhalten schützen kann und gleichzeitig in ihrer Inhalts-Auswahl nicht unnötig einschränkt.
13.45 Uhr: Das war’s erst einmal. Bis 15 Uhr ist Mittagspause. Draußen am Empfang warten belegte Brötchen sowie kalte und warme Getränke zur Stärkung. Bis dahin sind auch hoffentlich die technischen Schwierigkeiten mit dem WLAN-Empfang gelöst, die den Live-Bloggern die Arbeit leider erschweren.
15.06 Uhr: Mit einer kleinen Verzögerung geht’s mit dem Panel “Ihr seid gefragt! Was wollen Teens und Twens vom Online-Journalismus?” weiter. Einleitend hält Prof. Dr. Lorenz Lorenz-Meyer, Studiengangsleiter Online-Journalismus, einen 45-minütigen Vortrag.
15.14 Uhr: Ein paar Fakten zur Mediennutzung der Teens: 60 Prozent der Jugendlichen besitzen einen eigenen PC, 35 Prozent verfügen über einen Internetzugang. Die Lieblingsbeschäftigung der Teens im Netz ist zu 56 Prozent das Surfen, 21 Prozent fallen aufs Spielen und 23 Prozent auf die Arbeit/Schule zurück. Interessant: Nachrichtenseiten werden wesentlich häufiger von Jungen genutzt, als von Mädchen.
15.22 Uhr: “Das Internet als journalistische Plattform bietet sich an”, sagt Lorenz-Meyer. Überleitend werden die bekanntesten Jugendmedien vorgestellt: Neon, Focus Campus, Spiesser, Viva, MTV… zum Glück, haben wir einige Vertreter als Referenten gewinnen können.
15.30 Uhr: Kein Thema sollte von vorneherein ausgeschlossen werden. Auch weiche Themen müssen nicht unter den Tisch fallen, denn wenn man es richtig dreht, kann selbst Paris Hilton noch eine durchaus interessante Story liefern. Wichtig dabei: Ein hoher Grad an Personalisierung und die direkte Ansprache der Zielgruppe.
15.37 Uhr: Kontroverse ist wichtig! Das Pro- und Contraformat ist ein erfolgreiches Konzept. Zudem sollen die Leser auch die Möglichkeit haben, mitteilen zu können, was sie über ein Thema denken.
15.45 Uhr: “Können nur junge Leute Medien für junge Leute machen?” Eine Frage, auf die auch später in der Podiumsdisskusion eingegangen werden soll. Fakt ist, dass Redakteure der Jugendmedien in der Regel mit Zeitverträgen (~2 Jahre) ausgestattet werden.
15.49 Uhr: Lorenz-Meyer beendet seinen Vortrag und leitet über in die nächste Kaffeepause.
16.10 Uhr: Und weiter geht’s mit der nächsten Diskussionsrunde. Diesmal auf dem Podium: Loan Brossmer (Focus Campus), Christian Flierl (neon.de) und Jörg Flachowsky (spiesser.de). Moderiert wird das Panel durch Prof. Dr. Annette Leßmöllmann von der Hochschule Darmstadt.
16.19 Uhr: Bevor die Fragerunde mit den Referenten startet, stellt Annette Leßmöllmann zunächst die einzelnen Plattformen und ihre Vorzüge vor.
16:22 Uhr: Christian Flierl spricht von einem gegenseitigen Interesse, das Print- und Onlineredaktion am jeweiligen Pendant haben. Beide Seiten profitieren von der Zusammenarbeit, sei es durch das virale Marketing im Netz, das natürlich auch die Verkaufszahlen des Magazins ankurbelt, oder durch die Stärkung der Online-Marke “Neon” durch die Print-Ausgabe.
16.29 Uhr: Spiesser-Redaktionsleiter Flachwosky ist von nutzergenerierten Inhalten nicht hundertprozentig überzeugt. Trotzdem arbeitet der Spiesser mit zahlreichen jungen, talentierten Autoren zusammen - Flachowsky ist mit 29 Jahren der Älteste in der Redaktion.
16.35 Uhr: Beim Focus Campus schreiben nur Redakteure, erzählt Chef-Redakteur Loan Brossmer. Dazu helfen sechs bis acht Studenten aus. Deswegen bezeichnet er das Redaktionsmodell auch eher als “altmodisch”. Ansonsten: Viele Themen liefert die Bloggerszene der Redaktion.
16.40 Uhr: Schuld daran, dass Focus Campus “nur” als PDF-Version und nicht gedruckt erscheint, ist laut Loan Brossmer der Irrglaube innerhalb des Burda-Verlages, dass ein PDF-Magazin billiger herzustellen sei, als ein Print-Magazin und sich dadurch schneller rentieren würde.
16.47 Uhr: Christian Flierl erzählt von seinen “Kämpfen” mit den “klassischen” Journalisten, die erst davon überzeugt werden mussten, dass es keine Herabsetzung der eigenen Leistung ist, wenn ihre Artikel direkt neben den Texten von “normalen” Nutzern erscheine.
16.48 Uhr: Neon-Redakteur Flierl zum Zitat auf neon.de: “Das Internet ist ein hässlicher Ort!” Antwort: “Ist es auch! Wäre das Internet tatsächlich ein physischer Ort, wäre es die Hölle!” Immerhin seien 90 Prozent der Blogs wertlos und uninteressant.
16.52 Uhr: Spiesser-Redaktionsleiter Jörg Flachowsky über die Expansionspläne des Magazins: “Wir werden unseren Leitlinien treu bleiben, denn die Probleme im Osten sind denen im Westen sehr ähnlich.”
16.56 Uhr: Auf die Frage, ob es in absehbarer Zeit eine Trendwende weg von kostenlosen Inhalten, hin zum Paid Content geben wird, antworten sowohl Christian Flierl, als auch Jörg Flachowsky, dass das, zumindest für ihre Magazine, bis auf Weiteres ausgeschlossen sei.
17.04 Uhr: Die Kommentar-Funktion ist übrigens nicht umsonst in dieses Blog integriert… ;)
17.06 Uhr: Loan Brossmer ergänzt zur Frage aus dem Publikum nach dem Paid-Content, dass er “dieses Dogma, dass Online-Content immer kostenlos sein muss” nicht versteht.
17.12 Uhr: Jörg Flachowsky: “Unsere Rätselseite ist quasi die Konkurrenz zum Mathelehrer.”
17.15 Uhr: Das wir jetzt erstmals den Zeitrahmen sprengen, verdeutlicht, dass das Interesse an den Referenten und ihren Formaten im Publikum groß ist. Seit 15 Minuten werden fleißig Fragen von den Referenten beantwortet.
17.22 Uhr: Auf die Frage, ob multimediale Inhalte überhand nehmen könnten, antwortet Brossmer, dass in Zukunft sicherlich verstärkt Videos und auch die Vertonung bestimmter Artikel/Projekte eine Rolle spielen werden. Dadurch besteht natürlich die Gefahr, dass durch die damit verbundenen Anforderungen an die Journalisten mittelfristig die journalistische Qualität leidet.
17.32 Uhr: Den Vorwurf, in Neon stecke zu wenig Politik, kann Flierl nicht nachvollziehen. Im Gegenteil, es würden sich sehr viele politische Inhalte in den Artikeln wiederfinden, wenn man sie denn sehen will. Beispiel: “Wann ist der richtige Zeitpunkt Kinder zu kriegen?”
17.41 Uhr: Man könnte noch stundenlang weiterdiskutieren, aber da viele Gäste zum Zug müssen, endet der Online-Journalismus Tag 2007 mit einem Schlusswort von Lorenz Lorenz-Meyer, der sich noch einmal recht herzlich beim Organisations-Team bedankt.

Tobias Umsonst
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Dienstag, 10. Juli 07

Will hier irgendwer Kaffee?

Noch ein Tag bis zum großen Showdown. In nicht einmal 18 Stunden geht´s los. Die Aula ist so gut wie fertig eingeräumt, das WLAN funktioniert und auch der Feueralarm am Eingang dürfte uns morgen hoffentlich nicht mehr zu schaffen machen. Alles perfekt also? Nein, denn ein großes Problem gab es dann heute doch noch: Unser Catering-Service war nicht in der Lage uns Kaffee in ausreichender Menge zu liefern. Wer schon mal auf einer journalistischen Fachtagung war, weiß, dass ohne das “Braune Gold” nichts, aber auch gar nichts, ins Rollen kommt - schlechte Stimmung wäre dann wohl vorprogrammiert. Daher glühten heute Mittag noch einmal die Drähte (ja, ich weiß, dass dieses Bild bei Handys nicht so ganz zutrifft…) und zum Glück erklärte sich nach zähem Ringen die Dieburger Caritas bereit, uns mit Kaffee zu versorgen. Wäre ja auch noch schöner, wenn das gesamte Projekt am mangelnden Koffein-Pegel der Teilnehmer scheitern würde!
Man sieht: Wir sind bestens gerüstet für den Besucheransturm, der uns morgen erwarten dürfte. Alle Eventualitäten sind einkalkuliert - dass am Ende aber sowieso alles irgendwie anders laufen wird, als im Voraus geplant, ist natürlich auch klar. Nichtsdestotrotz sind wir angehenden Online-Journalisten frohen Mutes, unserem Publikum morgen eine rundum gelungene Veranstaltung präsentieren zu können!
Übrigens: Ab 10:30 Uhr wird an dieser Stelle in bester OJ-Manier live gebloggt. Wer also, aus welchen fadenscheinigen Gründen auch immer, morgen nicht anwesend ist, kann zumindest so einen Eindruck der Veranstaltung gewinnen.

Martin Hoffmann
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Freitag, 6. Juli 07

Der “Spiesser” expandiert

Wie das Medienmagazin DWDL heute meldet, expandiert das ostdeutsche Jugendmagazin “Spiesser” nun auch in den alten Bundesländern. Die Gesamtauflage des kostenlosen Magazins soll demnach von 300.000 auf eine Millionen Exemplare erhöht werden. Der Marktführer in Sachen Kaufzeitschrift bei Jugendlichen, die Bravo, bringt es im Vergleich dazu lediglich auf 455.000 verkaufte Ausgaben. Auch wenn der “Spiesser” im Gegensatz zum Jugend-Flaggschiff des Bauer-Verlages kostenlos verteilt wird, zeigt das doch, dass junge Leser durch jugendgerechte Sprache und jugendspezifische Themen durchaus auch für Printmedien zu begeistern sind. Umso mehr freuen wir uns daher darüber, mit Jörg Flachowsky den Redaktionsleiter des “Spiesser” auf unserer Tagung begrüßen zu dürfen!

Martin Hoffmann
Gespeichert in: Teens & Twens, Allgemeines

Montag, 2. Juli 07

Christine Feil ersetzt Maya Götz

Während wir uns mittlerweile auf der Zielgeraden der Tagungs-Vorbereitung befinden, hat sich noch eine Änderung bei den Referenten ergeben. So leitet kommende Woche Dr. Christine Feil vom Deutschen Jugendinstitut die Podiumsdiskussion im Kids-Panal mit einem Vortrag ein. Christine Feil beschäftigt sich schon seit 20 Jahren mit Medien und Medienerziehung. Ein aktuelles Projektthema lautet “Digital Divide: Digitale Medien und Kompetenzerwerb im Kindesalter”. Weitere Informationen über sie findet Ihr im Referenten-Bereich.
Das gesamte Organisationsteam freut sich sehr über ihre Teilnahme! Wir sind uns sicher, dass sie mehr als nur ein gleichwertiger Ersatz für Maya Götz sein wird.

Tobias Umsonst
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Samstag, 23. Juni 07

“Kinder surfen, wo’s gut ist”

Unter diesem Motto stellt klicktipps.net ausgewählte Internetseiten vor, die für Kinder interessant und sicher sind. Dazu hat sich die Redaktion bestimmte Kriterien auferlegt, nach denen sie ihre Auswahl trifft. Aktualität, Interaktivität, Handhabung und Sicherheit sind einige davon, denn „gute Kinderseiten bereiten interessante Inhalte so auf, dass Kinder gerne sich mit ihnen beschäftigen“, heißt es bei Klick-Tipps.
Und nicht nur Erwachsene arbeiten an diesem Projekt mit, sondern auch eine Kinderredaktion aus 24 Jungen und Mädchen dürfen die Seiten vorher begutachten. Wie die Seiten gefallen, bewertet und kommentiert die Kinderredaktion und die Erwachsenenredaktion anschließend getrennt. Für die Eltern hat man die Tipps zudem mit einer Altersempfehlung gekennzeichnet. Besonders die Klick-Tipps der Woche sind einen regelmäßigen Blick wert. Dort gibt es wöchentlich neue Seiten-Tipps zu den unterschiedlichsten Themen.

Tobias Umsonst
Gespeichert in: Kids

Mittwoch, 20. Juni 07

Geschafft!

Lange hat es gedauert, bis unser Programm wirklich stand. Jetzt ist es fertig, rund und gut, und wir können endlich richtig offiziell zu der Veranstaltung einladen. Natürlich ist noch eine Menge zu tun: Die Vorbereitung der einzelnen Panels, das Catering, die ganze Logistik der Veranstaltung. Aber zumindest ist endlich Licht am Ende des Tunnels zu sehen. Es gibt zwar auch noch das ein oder andere Problem, aber sonst würde ja auch irgendwie etwas fehlen…
Da wäre zum einen der Druck der Flyer: In Eigenregie von zwei Studenten unseres Teams entwickelt, stellte sich heraus, dass eine Endüberprüfung des Layouts von Seiten der Druckerei her wohl nicht die schlechteste Idee gewesen wäre. Naja, was soll’s. Ob auf dem Titelbild nun “Fachtagung” oder “Fachtag” steht, ändert ja auch nicht wirklich etwas am Inhalt der eigentlichen Veranstaltung.
Schwerer wiegt hingegen, dass der von uns fest im Programm eingeplante Mottofilm wohl nicht gedreht werden kann. Zur Erklärung: Eigentlich wollten wir vor jedem Panel einen kurzen, einleitenden Trailer zeigen, in dem Kinder bzw. Teens & Twens zu Wort kommen und ihre Meinung zum Thema abgeben sollten. Aber wider Erwarten gestaltete es sich extrem schwierig, an Kinder unter elf Jahren heranzukommen, deren Eltern uns die Erlaubnis geben wollten, ihre Lieblinge abzufilmen. Falls also zufällig der Vater einer Großfamilie mit zehn bis 15 Kindern mitlesen sollte: Er möge doch bitte Kontakt mit uns aufnehmen!

Martin Hoffmann
Gespeichert in: Allgemeines

Samstag, 16. Juni 07

Verschlafen die Verlage den Trend der Zeit?

Anfang März stellte der Bundesverband Deutscher Zeitungsverleger (BDZV) seine Ende 2006 durchgeführte Chefredakteurs-Befragung zur Zielgruppe der jungen Leser vor. 152 Verlage beteiligten sich daran.
Laut dieser Befragung legen 69 Prozent der deutschen Zeitungen für Jugendliche im Alter von 13 bis 21 Jahren ihrer Print-Ausgabe eine Jugendseite bei. 69 Prozent tun dies wöchentlich. Eine Internet-Seite bieten 18 Prozent an. Insgesamt sind es 28 Verlage mit 31 Jugend-Websites. 22 davon wurden in den letzen sieben Jahren veröffentlicht, allein 13 in den Jahren 2005 und 2006.
Auch zur Zielgruppe der Kinder wurden die Redaktionsleiter befragt: Für Kinder bis zwölf Jahren legen 57 Prozent der Verlage ihrer Print-Ausgabe eine Seite bei - die meisten (72 Prozent) einmal pro Woche. Online-Angebote wie Geschichten, Spiele oder Rätsel bieten nach dieser Umfrage immerhin sechs Prozent der Verlage an. Noch im Jahre 2004 war es lediglich ein Prozent. Spitzenreiter nach Page Impression pro Monat (3.5 Millionen) ist danach die Mittelbayerische Zeitung mit ihrem Zinni Club, der Rubriken wie „Kinderkunst“ oder „Freizeittipps“ für seine jungen Lesern bereit hält.
Für den BDZV steht fest: „Gerade im Online-Sektor besteht die Gefahr, dass Kinder und Jugendliche an der Marke Zeitung vorbei sozialisiert werden. Das Internet stellt für das seriöse, glaubwürdige Medium Zeitung eine Chance dar, Plattformen zu schaffen, die Eltern unbedenklich ihren Kindern empfehlen können.“

Tobias Umsonst
Gespeichert in: Kids, Teens & Twens

Freitag, 15. Juni 07

Die Netzcheckers gehen auf Tour

Bereits am Montag startete die Deutschlandtour des Jugend-Portals netzcheckers.de. Das elfköpfige Team der Redaktion bietet auf seiner Seite Kindern und Jugendlichen die Möglichkeit an, Beiträge zu Themen wie Musik, Politik oder Schule zu verfassen, in Foren mitzudiskutieren, einen eigenen Weblog zu führen oder selbst als Redakteur für die Netzcheckers aktiv zu werden. Laufende Aktionen wie Fotowettbewerbe, Webredaktionen vor Ort oder die aktuelle Tour durch Deutschland ergänzen das Angebot. Auf dem Programm der „Action-Tour“ stehen nicht nur Spiel und Spaß, sondern auch Workshops rund um das Netz und die neuen Medien. In den kommenden sieben Wochen macht die Tour noch in zwölf Städten halt. Die Termine sowie Bilder der Veranstaltungen gibt es hier.

Tobias Umsonst
Gespeichert in: Kids, Teens & Twens

Donnerstag, 14. Juni 07

Es gibt viel zu tun

Der Countdown läuft: Es dauert nicht mal mehr einen Monat bis zum Startschuss. An allen Ecken und Enden laufen die Vorbereitungen derzeit auf Hochtouren. Uns als Studenten war gar nicht klar, was für ein immenser organisatorischer Aufwand nötig ist, um eine Veranstaltung wie diese in die Wege zu leiten. Da müssen Flyer entworfen und gedruckt, Einladungen verschickt und Referenten eingeladen werden. Ganz zu schweigen vom Catering, dem Shuttle-Service oder dem möglichst gelungenen Web-Auftritt. Da kann man schon mal die Übersicht verlieren. Damit am Ende auch alles so läuft, wie wir uns das vorstellen, ist also ein gutes Projektmanagement nötig. Denn ansonsten würde der Tag des OJ wohl zum Desaster werden…

Martin Hoffmann
Gespeichert in: Allgemeines

Dienstag, 12. Juni 07

Hallo Welt!

Nach zähem Ringen ist es jetzt endlich online: Das Blog zum Online-Journalismus Tag 2007. Am 11. Juli lädt die Hochschule Darmstadt unter dem Motte “Journalismus im Netz: Junge Zielgruppen” alle Interessierten auf den Campus Dieburg ein. Hier gibt es demnächst aktuelle Informationen zum Stand der Vorbereitungen, sowie Anmerkungen zum Thema der Veranstaltung. Es lohnt sich also, immer mal wieder reinzuschauen…

Martin Hoffmann
Gespeichert in: Allgemeines